Besonders kleine Kinder leiden häufig unter einer akuten Otitis media, oft im Zusammenhang mit Atemwegsinfekten.
Die Mehrzahl der Fälle verläuft unproblematisch.

Akute Otitis media
Unkomplizierte Otitis media:

Purulente kute Otitis media mit Sekretion
Komplizierte Otitis media:
Bei Kindern ohne besondere Risikofaktoren hat sich bei einer unkomplizierten Otitis media die evidenzbasierte "wait and see"-Therapie bewährt. Bei engmaschiger Verlaufskontrolle wird primär im Sinne der Nutzen-Risiko-Abwägung auf eine antibiotische Therapie verzichtet.(1)
Da die akute Otitis media mehrheitlich durch Viren ausgelöst wird, stellt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft fest: „Der routinemäßige Einsatz von Antibiotika ist bei akuter Otitis media nicht zweckmäßig.“(2)
Eine 2010 in Microbiology publizierte Übersichtsarbeit zeigt, dass die Darmflora nach einer Antibiotika-Behandlung wesentlich länger braucht, um sich zu regenerieren, als bislang angenommen. Schon nach einer siebentägigen Antibiotika-Einnahme sind Resistenzgene in der Darmflora für zwei Jahre nachweisbar. Vor diesem Hintergrund gewinnt ein restriktiver Antibiotika- Einsatz weiter an Bedeutung.(3)
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