Otovowen
Otovowen
Weber-Weber biologische Arzneimittel

Krankheitsverlauf einer Mittelohrentzündung

Schwellen die Schleimhäute der Ohrtrompete (Verbindungsröhre zwischen Mittelohr und Nasen-Rachen-Raum) stark an, ist die Belüftung des Mittelohrs behindert und das im Mittelohr angesammelte Sekret kann nicht mehr abfließen. Dadurch nimmt der Druck im Mittelohr zu und das Trommelfell dehnt sich schmerzhaft.

Dauer einer Mittelohrentzündung

Entzündungsphase

In den ersten Tagen einer Mittelohrentzündung, der sogenannten Entzündungsphase, klagen die Patienten über Symptome wie starke Ohrenschmerzen und pochende Ohrgeräusche. Sie leiden unter Druckschmerz, Hörminderung und können auch Fieber haben. Eine viral bedingte Mittelohrentzündung klingt meistens nach Durchlaufen dieser Phase wieder ab.

Der Arzt sieht in dieser Krankheitsphase bei der Ohrspiegelung (Otoskopie) ein stark gerötetes, vorgewölbtes Trommelfell. Die normale Farbe des Trommelfells ist gräulich, die Beschaffenheit glatt und matt glänzend.

Ist eine Mittelohrentzündung ansteckend?

Abwehrphase

Bei der selteneren bakteriellen Mittelohrentzündung kommt es in den darauffolgenden drei bis acht Tagen, in der sogenannten Abwehrphase, nicht selten zu einem spontanen Trommelfelldurchbruch mit Erguss. Durch diese Druckerleichterung klingen die Schmerzen und das Fieber ab. Meistens ist in diesem Zeitraum das Hörvermögen auf dem betroffenen Ohr deutlich eingeschränkt. Nach weiteren zwei bis vier Wochen ist die Mittelohrentzündung in der Regel abgeheilt. Bei der akuten Mittelohrentzündung kommt es vor allem bei Kindern häufig nach ein paar Wochen zu einem Rückfall.

Wiederkehrende Mittelohrentzündung

Dagegen sind Komplikationen, wie die Ausbreitung der Entzündung über das Mittelohr hinaus (Mastoiditis) zum Glück sehr selten.

Tubenkatarrh (Verschluss der Ohrtrompete) und Paukenerguss

Bei einem Tubenkatarrh treten drückende oder stechende Ohrenschmerzen durch Schleimhautschwellungen der Ohrtrompete auf. Die Schwellung beeinträchtigt ebenfalls den Druckausgleich und das Abfließen von Sekret.

Typisch bei einem Tubenkatarrh sind außerdem das eingeschränkte Hörvermögen, weil das Trommelfell nicht mehr frei schwingt, sowie Ohrgeräusche. Bleibt die Belüftung des Mittelohrs über längere Zeit behindert, sammelt sich hinter dem Trommelfell Flüssigkeit, die nicht abtransportiert werden kann. Bei der Ohrspiegelung ist ein Erguss hinter dem Trommelfell zu sehen (Paukenerguss), der meist innerhalb von einigen Wochen resorbiert wird. Bei chronischen Belüftungsstörungen kann nach einer Mittelohrentzündung der Paukenerguss bestehen bleiben. Bilden sich die Beschwerden nicht zurück und das Kind hört schlecht (dumpfes und reduziertes Hörempfinden wie jemand, der sich die Finger in die Ohren steckt), raten viele HNO-Ärzte zu einem Paukenröhrchen. Bei diesem operativen Eingriff wird in das Trommelfell ein winziges Röhrchen gesetzt, um das Mittelohr zu belüften. Infekte der oberen Atemwege, Erkältungen oder vergrößerte Rachenmandeln ("Polypen") sind bei Kindern die häufigsten Ursachen für einen Tubenkatarrh oder Paukenerguss. Auch Allergien und chronische Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) können die Störung hervorrufen. Bei einem Tubenkatarrh müssen die Ursachen behandelt werden. Akute Maßnahmen, z.B. mit pflanzlichen, abschwellenden Arzneimitteln wie Otovowen oder Nasentropfen sorgen dafür, dass die Schwellung im Bereich der Ohrtrompete nachlässt. Bei größeren Kindern kommen in Absprache mit dem Arzt spezielle Nasenluftballons (Apotheke) zum Einsatz, die die Ohrtrompete "durchpusten" und die Belüftung des Mittelohrs verbessern. Bei erfolgreicher Anwendung hört das Kind ein leichtes Knacken oder ein ähnliches Geräusch im Ohr. Ältere Kinder und Erwachsene erreichen den gleichen Effekt, wenn sie einatmen, die Nase mit den Fingern zuhalten und gegen diesen Widerstand ausatmen. Hilfreich ist die Tubendurchblasung auch zum Druckausgleich bei Flugreisen.

Komplikationen bei Mittelohrentzündung